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Zertizierung

Onkologisches Zentrum

Münsteraner Allianz gegen Krebs

Leitung

 

   Dr Frank Fischer Leitender Oberarzt neu
Professor Dr. Dr.
M. Hoffmann
Leitung
  Dr. F. Fischer

Koordination

Der Begriff Darmkrebs bezeichnet eine bösartige Erkrankung des Dick- oder Enddarms, der in der Regel von der inneren Wandschicht, der Schleimhaut des Dickdarms ausgeht. Kolonkarzinom bedeutet hierbei Dickdarmkrebs, während mit Rektumkarzinom die Erkrankung im Mast- oder Enddarm gemeint ist. Kolorektales Karzinom hingegen ist der Überbegriff für alle bösartigen Tumore des Dickdarms. Selten entwickelt sich ein Krebs im Dünndarm.

Darmkrebs gehört zusammen mit Brust-, Prostata- und Lungenkrebs zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen in den westlichen Ländern. Neben genetischen Faktoren tragen vor allem Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu seiner Entstehung bei. Obwohl sich ein Krebs in allen Abschnitten des Dick- oder Enddarms entwickeln kann, finden sich die Mehrzahl der Tumoren im linksseitigen Darm und dem Enddarm.

Jährlich erkranken rund 70.000 Menschen in der Bundesrepublik an Darmkrebs. Cirka 27.000 Menschen versterben an dieser Erkrankung. Beide Geschlechter sind gleichermaßen betroffen.Darmkrebs rangiert bei beiden Geschlechtern an zweiter Stelle der häufigsten Krebsarten.

Diese Zahlen zeigen, dass eine Vorsorge und Früherkennung sehr wichtig ist – insbesondere, da sich der Krebs häufig durch diese verhindern bzw. im Frühstadium heilen lässt.

Darmkrebs gehört zu den wissenschaftlich am besten erforschten Erkrankungen. Man weiß, dass er zu über 90% aus gutartigen Vorläufern, den so genannten Polypen der Darmschleimhaut, entsteht. Vom ersten Polypen bis zum bösartigen Krebs können 10 Jahre vergehen.

Entstehung Darmkrebs
Adeno-Karzinom-Sequenz

Experten sprechen hier von der Adenom-Karzinom-Sequenz. Ursächlich für die Entartung in der Schleimhautzelle werden genetische Veränderungen in der Erbsubstanz (Mutationen) verantwortlich gemacht, die für einen Verlust der Wachstumskontrolle sorgen, sodass die Zellen ungehemmt wachsen. Genetische Mutationen entstehen in der Zelle im Rahmen der Zellteilungen, da hier eine Reproduzierung der genetischen Informationen stattfindet. Je mehr genetische Mutationen sich anhäufen, desto höher ist das Risiko für die Entstehung des Krebses.

Krebszellen weisen im Vergleich zu gesunden Zellen wesentliche Merkmale auf:

  • Krebszellen wachsen unkontrolliert und ungehemmt
  • Verändertes Aussehen gegenüber gesunden Zellen
  • Wachstum in andere Organe hinein (Invasivität)
  • Absiedlung von Zellen in tumorfernen Organe (Metastasierung)

Risiko für Darmkrebs

Risikofaktoren

Risikofaktoren Darmkrebs

Ungesunder Lebenstil mit zu...

  • ... viel Fett
  • ... viel Rotes Fleisch
  • ... wenig Ballaststoffe
  • ... wenig Obst, Gemüse

    Rauchen
    Alkohol
    Bewegungsarmut
    Erbliche Faktoren
    Polypen im Darm

    Ungesunder Lebensstil mit einer entsprechenden Ernährung und Bewegungsarmut begünstigen die Entstehung einer bösartigen Erkrankung. Während die Mehrzahl aller Formen spontan ohne erkennbare Ursache entstehen, liegt bei ca. 20% eine genetische oder auch familiäre Belastung (Disposition) vor. Die wesentlichen Erkrankungen sind hierbei die Familiäre Adenomatöse Polyposis (FAP) und die Hereditäre Nicht Polypöse Kolorektale Krebserkrankung (HNPCC oder Lynchsyndrom), die es auch mit Beteiligung anderer Organe gibt.

    Während die HNPCC relativ häufig anzutreffen ist, stellt die FAP eine sehr viel seltenere Form da. Im Rahmen einer HNPCC-Erkrankung können auch bösartige Tumoren der Gebärmutter und des urogenitalen Traktes auftreten. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig über eine familiäre Häufung in der eigenen Familie informiert zu sein.

    Die Colitis ulcerosa, eine entzündliche Dickdarmerkrankung stellt einen weiteren Risikofaktor für die Entstehung eines Darmkrebses (Kolonkarzinoms) da.

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